ORTE vor Ort - Bauvisite

Das Symposion Lindabrunn wurde 1967 als Steinbildhauer-Symposion gegründet und wird heute von einem jungen, intersdisziplinären Team als offener Ort zeitgenössischer Kunstproduktion geführt. Auf einem 24 Hektar großen Skulpturen- und Landschaftspark in der hügeligen Landschaft des Triestingtals treffen Kunst und Natur auf einzigartige Weise aufeinander. Die enge Verbindung von künstlerischem Erbe, aktueller Produktion und seltener Biodiversität macht das Gelände zu einem besonderen Ort. Seine Geschichte wie auch sein ökologischer Kontext regen zur Auseinandersetzung mit relevanten Fragen an – in Kunst, Gesellschaft und Umwelt.

Eintägige Exkursion

Im Jahr 2024 begab sich die erste Exkursion der Reihe (g)runderneuert in den südöstlichen Raum Niederösterreichs. Auf dem Programm standen sorgfältig wiederbelebte Areale und markante Bauwerke, die von einer neuen, zukunftsgewandten Nutzung zeugen. Im Fokus standen alte Industriegebiete, die mit besonderem Gespür für Bestand, Kontext und soziale Funktion einer vorbildlichen Transformation unterzogen wurden. 2025 wurde die Reihe konsequent fortgesetzt – diesmal führte der Weg ins Waldviertel, eine Region, deren Identität eng mit der Textilproduktion verknüpft ist.

Exkursion

Wasser ist unser Lebensquell. Noch ist es in unseren Breitengraden ausreichend vorhanden, mancherorts sogar im Überfluss. Ttrotzdem – oder wahrscheinlich gerade deswegen - wird es meist zu wenig wertgeschätzt. Die Exkursion beleuchtet unterschiedlichste Aspekte rund ums Trink- und Brauchwasser und zeigt Beispiele von Ingenieurskunst, von der wir heute noch profitieren.

Geführter Rundgang & Gespräch

Einem alten Fabriksareal wird neues Leben eingehaucht. Wie aus einem alten Industrieareal ein neuer Stadtteil für Möllersdorf entstehen kann erfahren wir bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit Kallinger Projekte und dem Architekturzentrum Wien im Rahmen der Architekturtage 2026 stattfindet.

Vorträge

Die Wachaubahn, eine der historischen Schmalspurbahnen Niederösterreichs, war einst die Lebensader für abgelegene Ortschaften entlang der Donau. Ihre knapp 35 km lange Strecke verbindet Krems mit Emmersdorf und wurde 1909 eröffnet, um Handel, Pendlerverkehr und Tourismus gleichermaßen zu ermöglichen. In ihrer Blütezeit transportierte die Bahn täglich hunderte Menschen und war zentral für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Geführter Rundgang

Der Bauhof ist eine zentrale, aber oft übersehene Einrichtung in österreichischen Gemeinden. Seine Mitarbeiter:innen sorgen für Sauberkeit, Instandhaltung und das Funktionieren der öffentlichen Infrastruktur – vom Winterdienst über Grünpflege bis zur Reparatur von Fahrzeugen und Geräten. Ein Rundgang im Bauhof zeigt, wie vielfältig und wichtig diese Arbeit ist und lässt uns die Leistungen der Gemeindemitarbeiter:innen mit neuen Augen sehen.

Geführter Rundgang

Wie wird es sein – im Mai, an der Donau, dort in Grimsing? Es ist still an der Donau an diesem Morgen. Der Strom liegt ruhig zwischen den Hügeln der Wachau, als hätte er kurz vergessen, wie kraftvoll und unberechenbar er sein kann. Doch wer die Augen länger offenhält, spürt: Etwas regt sich. Ein kaum hörbares Umschichten, ein sanftes Ziehen im Wasser, ein Atemholen des Flusses. Alte Seitenarme öffnen sich wieder, Ufer verlieren ihr steinernes Korsett, und in den Zwischenräumen des Kieses glimmt erstes, zartes Leben. Es ist, als würde die Donau in sich hineinhorchen – und sich erinnern. Also fahren wir hin…

Geführter Rundgang, Gehört-Gesehen-im Gehen

Getreidespeicher gehören zu der Art „Daseinsvorsorge“, die zwar schon seit Menschengedenken überlebensnotwendig sind, denn sie garantieren die Versorgung mit einem Grundnahrungsmittel auch im Falle möglicher Ernteausfälle, und trotzdem ist es eine, an die man beim Stichwort „Infrastruktur“ nicht sofort denkt. Im Rahmen der Architekturtage 2026 werden zwei komplett unterschiedliche Vertreter der Kategorie Getreidespeicher besucht und hinter die Kulissen geschaut.

Geführte Erkundung

Es gibt Wege, die kühlen. Wege, die atmen. Wege, die Geschichten erzählen. Und oft sind es die Alleen, die uns auf solchen Wegen begleiten – als grüne Tunnel, lebendige Achsen, atmende Zeitzeugen – wie die Lindenallee bei Ladendorf im Weinviertel. Sie wurde 1722 gepflanzt und ist mit ihrer Länge von vier Kilometern die größte Europas.

ORTE vor Ort - Bauvisite

Der neu errichtete Konzertsaal Hermannswörth stellt ein bemerkenswertes Beispiel für die Synthese von Architektur und Akustik dar. Unter der Federführung von Architekt Johannes Kraus entstand ein Raum, der weit über funktionale Anforderungen hinausreicht. Ziel war es, ein intensives sinnliches Erleben zu ermöglichen – für Musiker:innen, Vortragende wie auch für das Publikum. Der Entwurf zielt auf den Moment, in dem Raum und Klang miteinander verschmelzen: wenn Architektur hörbar und Musik sichtbar wird.