Achtung!
Vortrag abgesagt
Der Schweizer Christian Kerez betrachtet sich als „Architekt ohne Eigenschaften“, der sich soweit wie möglich aus dem Entwurf heraus hält, um an seiner Stelle die „Fakten“ entscheiden zu lassen. Der Entstehungsprozess seiner Projekte gleicht einer architektonischen Versuchsanordnung, innerhalb der er wie ein Forscher aus den divergierenden Einzelaspekten – gesetzliche Vorgaben, technische und ökonomische Anforderungen, Wünschen der Bauherren aber auch kontextuelle Gegebenheiten und soziale Bedingungen – ein kohärentes Ganzes herstellt. Das Resultat sind auf das Wesentliche reduzierte Arbeiten, die nicht aufgrund persönlicher, gestalterischer oder ästhetischer Regeln entstehen, sondern aufgrund der „äußeren Erfordernisse“.
„Die Reduktion auf das Wesentliche, die mich interessiert, hat nichts mit Bescheidenheit und Zurückhaltung zu tun, welche schnell einmal eintönig wird. Die Reduktion, die mich interessiert, hat eine Überhöhung der architektonischen Elemente zur Folge. Sie ist eher anmaßend als still und verhalten. Sie ist eine Radikalisierung und Bewusstmachung architektonischer Zusammenhänge.“ (Christian Kerez)
christian kerez
geb. 1962 in Maracibo (Venezuela)
1982 - 88 Architekturstudium an der ETH Zürich
1991 - 93 Mitarbeit im Architekturbüro Rudolf Fontana
1991 - 95 als Architekturfotograf tätig
seit 1993 eigenes Architekturbüro in Zürich
seit 2001 Lehrtätigkeit an der ETH Zürich, zunächst als Gast- und in der Folge als Assistenzprofessor
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